Verfasst von: Schnuppschnuess | 2015-08-24

Blogger für Flüchtlinge – Ich hab‘ die Schnauze voll

Liebe Leser, wer das Reiseblog verfolgt (ja ich weiß, ich schreibe zu wenig) hat eine entfernte Ahnung davon, dass mein Mann und ich nicht nur Daheim rumsitzen. Wir haben doch schon das ein oder andere Land auf dieser schönen Erde besucht. Neben den kulturellen und kulinarischen Höhepunkten sind es vor allem die Begegnungen mit den Einheimischen gewesen, die unsere Reisen zu unvergesslichen Erlebnissen gemacht haben. Überall, egal, wohin wir auch kamen, haben wir Gastfreundschaft erlebt. Wir reichen Touristen bekam hier mal ein Fladenbrot in die Hand gedrückt, dort wurden wir zum Picknick eingeladen, ein anderes Mal sollten wir die Familie eines Mannes bei sich Daheim kennen lernen und so weiter und so fort… Von jeder Reise können wir Anekdoten erzählen, von Menschen, die interessiert an uns waren, die uns herzlich empfingen, die mit uns sprachen und uns halfen, ohne dass wir überhaupt danach gefragt hatten. Vor allem in der muslimischen Welt waren wir von der überwältigenden Gastfreundschaft manchmal geradezu erschlagen. Und dann kommen diese Menschen nach Deutschland, die völlig mittellos, erschöpft und krank sind in der Hoffnung, nun im gelobten Land zu sein. 😦

Ich hab‘ die Schnauze voll. Gestrichen voll. Von Inkompetenz und Verantwortungslosigkeit der Behörden. Von „Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber…“. Von unterschwelligen oder ganz offenen Ressentiments gegen Menschen, die der Hilfe dringend bedürfen. Von Hass gegenüber bemitleidenswerten Flüchtenden, die verfolgt wurden, geschändet, mit dem Tode bedroht. Die Familienangehörige verloren haben, Freunde, ihr Heim, alles, was sie je besaßen. Die keine Heimat mehr haben. Die ohne Familie hier stranden. Ganz alleine in einem total fremden Kulturkreis.

Ich will, dass den Menschen geholfen wird. Ich will diese Bilder aus Syrien und all‘ den anderen Kriegsgebieten, von den Grenzen und aus Deutschlands braunen Ecken nicht mehr sehen. Ich will, dass den Menschen geholfen wird.

Über Facebook erfuhr ich von einer Initiative, die ich mit Feuer und Flamme unterstütze. Hier ist das, was ich dort schrieb:

„Obwohl ich mittlerweile über den Zenit meines Bloggerlebens hinaus zu sein scheine, fühle ich mich doch mehr als angesprochen, beim wunderbaren Projekt „Blogger für Flüchtlinge“ einen kleinen Stein des Anstoßes beizusteuern.

Paul Huizing, Stevan Paul, Karla Paul und Nico Lumma sind die Initiatoren dieser Aktion und wenn ihr einmal im Netz nachlest, was in Moabit los ist, dann wisst ihr, warum dieses Engagement so dringend nötig ist. Ich liste jetzt nicht alles auf, was dort geschieht (das würde vermutlich bis morgen dauern), lest es im Link nach, helft und empört euch. Bitte!

Fragt nicht, warum, weshalb, wieso Privatpersonen finanzielle oder ideelle Hilfe leisten müssen in einem Land wie Deutschland. Tut es einfach. Und redet darüber. Zeigt dem Mob da draußen, dass er die Minderheit in diesem Land verkörpert. Zeigt den Verfolgten, den Armen, den Hilfesuchenden, dass sie hier willkommen und gut aufgehoben sind. Dass sie hier eine Chance auf ein neues Leben in Sicherheit haben.

Teilt Paul Huizings Beitrag und macht ihn publik. Und wenn ihr weder Geld übrig habt noch nach Berlin reisen könnt – in eurer Stadt gibt es auch Flüchtlinge. Die Hilfsorganisationen vor Ort sind bestimmt glücklich über jede helfende Hand.

Ich danke euch. Von Herzen.“

Und ich schreibe es jetzt ein drittes Mal: Ich will, dass den Menschen geholfen wird.

‪#‎BloggerFuerFluechtlinge‬

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