Verfasst von: Schnuppschnuess | 2013-08-02

Souvenir, Souvenir – 31 Days of Geocaching – Tag 2

Heute wurden keine Dosen gesucht, heute ging es auf ein Event. Genauer gesagt, auf den Petersberg, zur Liobakirche, die eigentlich St. Peter heißt.

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Die Kirche St. Peter (auch Liobakirche) ist eine dem Heiligen Petrus geweihte, mittelalterliche Bergkirche aus dem 9. Jahrhundert in Petersberg (Osthessen) auf dem gleichnamigen Berg. Die Gewölbe gehören zu den ältesten oberirdischen Kirchenbauten Deutschlands und enthalten die ältesten erhaltenen Wandmalereien Deutschlands.

In der Krypta ist die Heilige Lioba von Tauberbischofsheim bestattet, weshalb sie auch Liobakirche genannt wird. (wikipedia)

Eventmäßig lief das heute so, dass HubiFD, der Herr der tausend Mysteries, die Geocacher eingeladen hatte, am Abend mit Picknickdecke zu erscheinen, zu schwätzen, ein wenig zu trinken und zu schmausen und sich dabei das Höhenfeuerwerk mit dem Titel „Nacht der tausend Lichter“ anzuschauen, initiiert durch die Fuldaer Schützenbruderschaft. Da wir uns dabei auf einem der Fuldaer Hügel befanden, hatten wir natürlich DIE Aussicht auf die bunten Kaskaden, die sich über den abendlichen Himmel ergossen. Es war einmalig, sowas hatte ich zuvor noch nicht gesehen.

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Der Tipp, schon gegen 21.00 Uhr am Ort des Geschehens zu sein, erwies sich als goldrichtig, denn als das Spektakel gegen 22.30 Uhr los ging, waren sogar Stehplätze schön mu(gg)ckelig eng belegt. Wir hatten einen tollen Picknickdeckensitzplatz, den wir auch dringend brauchten, denn der Weg auf den Berg war steinig, steil und derart heiß… als wir um 20.30 Uhr Daheim los gingen, zeigte das Thermometer an einer Apotheke noch 36° C. Unfassbar! Als wir gegen Mitternacht wieder Daheim waren, wurden immer noch 26° C angezeigt.

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Ich danke dem Schicksal, dass ich nicht, wie zunächst geplant, Köfte, Obstsalat, Salatgurke, Brot und Zaziki mitschleppte, sondern nur vier Flaschen alkoholfreies Bier einpackte. Ich wäre während des steilen Anstiegs vermutlich in Ohnmacht gefallen. Aber als wir dann oben waren und diesen Ausblick über das komplette Fulda plus Umland genießen konnten, da haben wir nur noch Aaaah und Oooh gesagt und uns geschworen, bald wieder dort hinauf zu gehen. Bei Tageslicht, wenn es nicht mehr ganz so warm ist.

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Es war mal wieder ein toller Abend mit den Fuldaer Geocachern und den Schatzsuchern aus der näheren und ferneren Umgebung. Recht wenig bekannte Gesichter waren zugegen, eigentlich gar keins, aber die Unbekannten machte man schnell zu Bekannten, um sich über das schöne Hobby zu unterhalten. Eine Gruppe aus Neu Isenburg hatte als Trackable sogar einen Kaugummiautomaten dabei – ich hab mich so amüsiert. Wenn ich bedenke, dass wir bis zum Umzug nach Fulda nur auf einem Mega waren, sind wir in Fulda zu wahren Feierbiestern mutiert. Hätte ich nicht gedacht, dass mir das soviel Spaß macht.

Fazit:  Tag 2 der Mission „31 Days of Geocaching“ erfolgreich abgeschlossen.

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Schatzkarte

#527 – GC4GW5B „Nacht der Tausend Lichter (Nachtevent)“ – HubiFD

Wissenwertes zur Liobakirche (Wikipedia):

Lage

Die Bergkirche liegt auf dem alleinstehenden Petersberg im Zentrum des gleichnamigen Ortes und ist durch ihre exponierte Lage weithin sichtbar. Ebenso ergibt sich vom Kirchvorplatz ein weiter Ausblick über das Fuldaer Becken mit dem Fluss Fulda, der gleichnamigen Stadt, Petersberg, Künzell und weiteren umliegenden Orten sowie auf das westliche Rhönvorland und die hessische Kuppenrhön.

Geschichte

Der Fuldaer Abt Rabanus Maurus ließ in der Mitte des 9. Jahrhunderts auf dem Petersberg in der Nähe des Klosters Fulda eine dreischiffige Basilika und ein Benediktinerkloster errichten. Ursprünglich war die Kirche wahrscheinlich dem Patrozinium Allerheiligen geweiht. Von diesen vielen Heiligen setzte sich aber der Heilige Petrus als Patron durch. 836 ließ Rabanus Maurus den Leib der Lioba von Tauberbischofsheim von der Fuldaer Stiftskirche in die Krypta überführen. In dieser Krypta befinden sich drei Apsiden mit drei Altären. Hinter dem mittleren Altar befindet sich noch heute der Sarkophag der Heiligen Lioba.

Nach der Zerstörung der Gebäude auf dem Petersberg durch einen ungarischen Überfall 915 ließ der Fuldaer Abt Heicho die ausgebrannten Gebäude wiederherstellen.

Wegen vieler Unruhen und mehrerer Überfälle während der Bauernkriege wurden rund um das Kloster Wehrmauern errichtet. Die Gebeine der Heiligen Lioba wurden zur Sicherheit wieder in die Stiftskirche nach Fulda gebracht. Während dieser Zeit legten oft Mütter ihre kranken Kinder in den leeren Sarkophag, um so die Fürbitte der Heiligen zu erbitten; deshalb wird dieser im Volksmund „Schreistein“ genannt. Das romanische Langhaus wurde 1479 durch eine einschiffige, spätgotische Halle ersetzt; unter dem Fußboden entstand eine Begräbnisstätte für die Mönche. Eine weitere Besonderheit dieser Kirche ist eine für diese Region einmalige Dachstuhlkonstruktion, die man sonst nur in südlichen Gefilden findet und die noch original aus dem 15. bis 16. Jahrhundert erhalten ist.

Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster schließlich aufgelöst. Im Jahre 1995 wurde die Hauptreliquie der Heiligen Lioba in die Krypta der Peterskirche zurückgebracht. In den Jahren 2004 bis 2007 fand eine Generalsanierung der Kirche statt. Aus der ehemaligen Orangerie gegenüber der Kirche entstand ein neues Klostergebäude, die Cella St. Lioba. Somit wurde das klösterliche Leben an dieser Kirche neu begonnen.

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