Verfasst von: Schnuppschnuess | 2011-04-05

Schiermonnikoog – Tag 1

Kennt ihr Fikki?  Ein Teufelskerl ist er, der Fikki. Und wo der überall rumgondelt. Phänomenal! Fikki wird von Stars und Sternchen geherzt und geknuddelt, Fikki wird von wunderschönen Maskenbildnerinnen verwöhnt, Fikki trägt die tollsten Outfits, verreist mit eigener Couch, Fikki zieht im Kölner Karnevalszug mit und jetzt kommt’s – Fikki hat sogar einen Stern auf dem Walk of Fake. Jeder liebt Fikki und auch ich kann mich seinem Charme nicht entziehen.

Fikki ist ein wahrer Tausendsassa und so beschlagen, dass er sogar zwei Profile bei Facebook inne hat. An seinem wilden Leben lässt er die Leser- und Freundesschar teilhaben und oftmals schaut man gebannt, neidisch oder sehnsüchtig auf Fotos von Orten, an denen man auch gerne wäre.

Vor ungefähr 14 Tagen, Fikki hatte gerade Geburtstag, war es wieder soweit. Urlaubsfotos  eines Eilandes präsentierte er, von dem man weder gehört hatte, geschweige denn dass man es je besuchte. Oder den Namen der Insel hätte aussprechen können.

„Schiermonnikoog“ – kennt das Jemand? Außer Fikki? Eben! Wir auch nicht.  Aber die veröffentlichten Eindrücke sahen so toll aus. Mein Interesse war geweckt, die Neugier stillte Wikipedia, ich wollte da hin. Sofort.

Bei Schiermonnikoog handelt es sich um die kleinste der fünf bewohnten, niederländischen Westfriesischen Inseln, den Waddeneilanden. 16 km lang, 4 km breit, Dünen, Sand, Meer. Keine Autos. Zumindest keine Touristenautos. Fahrräder.

Ruhe. Irgendwie las sich das so nett. Und irgendwie hatte unser Reiseveranstalter gerade die Griechenland-Studienreise storniert. Und irgendwie bekamen wir Lust, auf diese unaussprechliche Insel zu fahren. Wenn Fikki das toll findet, warum nicht auch wir? Ein Hotel war schnell gefunden, die Bahn- und Fährverbindungen wurden ausgekundschaftet, die Geocaching-Seite befragt und alles deutete darauf hin, dass ein paar Tagen Schiermonnikoog nichts im Wege steht. Und wenn sogar Fikki….

Ein bissi komisch kam ich mir dann aber doch vor, als ich Bekannten und Verwandten von Fikki erzählte:

  • Dass er der Auslöser war für unsere Reise
  • Dass ich ihn nur über Facebook „kenne“
  • Dass ich ihn noch nie gestreichelt habe
  • Dass ich nicht weiß, wem er gehört

DASS FIKKI EIN PLÜSCHHUND IST (klick!)*

Ungläubiges Staunen, nachdenkliches Kopfschütteln, beruhigende Worte und das Angebot medikamentöser Unterstützung bei der Bewältigung meiner Lebenskrise konnten mich nicht hindern. Ich war sicher, ich würde jedem noch so starken Sturm trotzen.

Alle negativen Gedanken wurden von der Festplatte gelöscht, wir buchten, bestellten noch flugs einen Reiseführer, die Caches wurden aufs GPS geladen und auf ging es in Richtung Wind, Meer, Erholung und Geocaching.

Vor den Erfolg und die Erholung haben die Götter ja bekanntlich den Schweiß gesetzt. Das hieß in unserem Fall:

2:30 Uhr aufstehen, 4:24 Uhr losfahren, mit der Bahn über Frankfurt, Arnheim und Zwolle nach Groningen mit seinem schönen Wartesaal.

Weiter ging es mit dem Bus nach Lauwersoog, dann mit der Fähre übergesetzt nach Schiermonnikoog und schließlich (endlich!) mit dem Bus zum Hotel. Gegen 15:00 Uhr waren wir vor Ort und bezogen unser Zimmer im Hotel Duinzicht.

Das Wetter war mäßig schön. Keine Sonne zu sehen, aber es war trocken, mit viel  Wind und Sand in der Luft – das mag ich! Wir machten uns also schnell auf den Weg, um die Insel und den ein oder anderen Geocache in Augenschein zu nehmen. Natürlich auch den Leuchtturm – ist ja nicht zu übersehen.

Nach sieben Kilometern schönster Wanderstrecke hatten wir drei von drei Schätzen gehoben, uns den Wind um die Nase wehen lassen und dabei erstaunliche Mengen Gänse auf den Feldern gesehen.

Schließlich hatten wir uns so verausgabt, dass wir richtig Lust aufs Abendessen bekamen.  Da ich mir vorgenommen hatte, mich durch die einheimischen Inselschnäpse zu trinken, fing ich heute mit einem Kallemooitje an, den ich mit Bier hinunter spülte. Das  deftig-schlichte, umfangreich portionierte Drei-Gänge-Menü, serviert von sehr freundlichem Personal, gab mir den Rest. Bettreif ließ ich mich in die Federn fallen und versank sofort in tiefen Schlaf.

Schön wars heute – wir freuen uns schon auf morgen. Danke Fikki, du gewiefter Hund, ohne dich hätten wir diese Insel nie kennen gelernt!

Schatzkarte:

# 292 – GC116VB –  „Het geheim van Vredenhof deel 2“ – Elmasj

# 293 –  GC2CYR6 – „Paradijsroute deel 1 van 4“ – AvanD

# 294 – GCXAKM – „Tussen twee zeeen“ – Sandraak+Beamer

 

*klick! funzt leider nur, wenn man bei Facebook eingeloggt ist. Danke für den Hinweis, liebe Sus!

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Responses

  1. Auch auf diesem Wege gratuliert der Fikki zu diesem wunderschönen Artikel.
    Du hast wirklich eine schöne Art, Deinen Lesern Deine Erfahrungen nahe zu bringen.
    Ganz grosser Lesespass!

  2. […] Eine herrliche Inselbeschreibung: Kennt ihr Fikki?  Ein Teufelskerl ist er, der Fikki. Und wo der überall rumgondelt. Phänomenal! Fikki wird von Stars und Sternchen geherzt und geknuddelt, Fikki wird von wunderschönen Maskenbildnerinnen verwöhnt, Fikki trägt die tollsten Outfits, verreist mit eigener Couch, Fikki zieht im Kölner Karnevalszug mit und jetzt kommt’s – Fikki hat sogar einen Stern auf dem Walk of Fake. Jeder liebt Fikki und auch ich kann mich seinem Charme nicht entzi … Read More […]

  3. Oh, schon so nah bei 300? Ich bin immer noch unter 10.
    Aber die nächste Tour mit DG3HDA und DC7IB ist schon fast geplant.

  4. Wer Fikki kennt, der braucht keine medikamentöse Behandlung und schon gar keine beruhigenden Worte. Fikki ist die Ruhe selbst :-).


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