Verfasst von: Schnuppschnuess | 2010-04-25

Kommijohn, 50. Geburtstag, der 1. FTF und ein Cache, der meinen Namen trägt

Ist das ein Mördertitel? Aber er passt wirklich und alles das, was da oben steht, habe ich an einem Tag erlebt.

Der 25. April 1960 war ein wunderschöner Tag. Meine Eltern bekamen nämlich einen Wonneproppen vor die Tür gelegt, nachdem zuvor Zucker auf’s Fensterbrett gestreut wurde. Der Wonneproppen war ich und seitdem habe ich meinen Eltern und auch meiner Familie manch‘ schlaflose Nacht beschert. Das liegt unter anderem daran, dass ich die Welt an Fotos teilhaben lasse, die meine Schwester Susanne immer in Richtung Erdboden sinken lassen. So eins zum Beispiel:

Dieses Kleinod der Mützenstrickkunst habe ich persönlich hergestellt und am Ehrentag meines Lieblingsneffen Tim, dessen Kommunion auf meinen Geburtstag fiel, freudig getragen (wie man sieht).

Tim hat mir schon mal  eine ganz tolle Mail geschrieben. Diese Mail war kurz, hat sich aber auf ewig in mein Gedächtnis gebrannt. Die Mütze habe ich während der Feierlichkeiten auch nur kurz getragen.

Bevor wir überhaupt zu Feiern begannen,  hatte ich schon soviel erlebt, dass sich auch das für immer in meine Seele brannte. Wahrscheinlich auch in die Seelen der Mitreisenden im Zug von Köln nach Jüchen und darüber hinaus.

Die applaudierten nämlich (stehend?), nachdem mein armer Mann und ich aus dem Vehikel ausgestiegen waren, um das zu erblicken:

Zum Glück hatte die komplette Familie (abzüglich der vier direkt von der Kommunion Betroffenen) genug Sekt mit, um diesen Schreck hinunterzuspülen. Es kam aber noch Schlimmer. Man konnte das  Plakat drehen:

Mittlerweile ging im Zug, der immer noch am Bahnhof stand, die LaOlaWelle um, es wurden Glückwünsche gerufen und an die Fenster geklopft. Kurz bevor Alle die Abteile verließen, um mit uns auf dem Bahnsteig die ultimative Survival-Party zu feiern (immerhin habe ich das 50 Jahre lang so einigermaßen hinbekommen), wurden die Türen geschlossen und der Samba-Express machte sich auf Richtung Waldfeucht oder so – Selfkant jedenfalls und verspätet,  besagter Vorfälle wegen.

Falls ich gehofft gedacht hatte, dass damit die Feierlichkeiten zu meinem Geburtstag erledigt waren, hatte ich weit gefehlt. Ich musste ein Rätsel lösen, rechnen (O-Ton Vanessa: Oma Inge konnte das aber schneller als du) und dann mit meinem GPS (das ich auch mitnehme, wenn ich einkaufen oder zum Arzt gehe, also immer) einen Cache suchen.

Dieser Cache war – ich glaubte es kaum – von Dirk (in Geocacherkreisen wird er elokadaun genannt)  und seinen Verbündeten (in allen Kreisen „Familie“ genannt) mir zu Ehren versteckt worden.

GC27B9A – „Jule50: moony42´s Geburtstagscache“ – ein Cache, der meinen Namen trägt und in dessen Logbuch ich mich als ERSTE eintragen durfte.

Ich war mehr als überrascht, damit hätte ich nun nicht gerechnet und die Freude war mir anscheinend wirklich anzusehen:

Das Rätseln ging aber noch weiter. Auf die Frage: „Wie heißt das Reh mit Vornamen“ antwortete ich gleich wie aus der Pistole geschossen: „Kartoffelpü!“ Tja, Null Points. Falsch. Telefonjoker hatte ich keine, die standen alle grinsend vor mir. Nach ein paar Hilfestellungen kam ich dann doch überraschend zügig *hüstel* auf Mirko. Und, Gemeinde, alles klar?

Rischtisch! Nu bekam ich, neben einem schönen Marokko-Kochbuch von meinem Sohn Tobias,  auch noch einen Kochkurs beim Frangfodder Koch Mirko Reh geschenkt, den ich sowieso so gut leiden mag. Ich hab zwar noch nix von ihm gekocht oder gegessen, aber der Bub ist so sympathisch, dass ich wirklich einen Luftsprung gemacht habe vor Glück, der nahtlos in eine faszinierende Tanzeinlage überging.

Ab jetzt waren aber Tim und sein Cousin Michael, der ebenfalls feierte, die Hauptpersonen. Lecker gegessen und getrunken haben wir natürlich, ein paar wunderschöne Stunden im Haus Welters in Neuotzenrath verlebt und neben MEINEM EIGENEN CACHE konnten wir bei einem klitzekleinen Spaziergang nach dem Essen und vor dem Kaffee auch noch zwei andere Döschen bergen . Danach gab es Kuchen satt, von meinen Schwestern, Tims Omas und anderen Verwandten hergestellt und extrem köstlich.

Ein besonderer Dank geht an Dirk, meinen netten Neffen, der mir einen Großteil seiner Fotos für diesen Bericht zur Verfügung gestellt hat. Fürs Knipsen hatte ich keine Zeit, bin halt ein Feierbiest gell, Susanne!

Schatzkarte:

# 131 – GC27B9A – Jule50: moony42’s Geburtstagscache – elokadaun

# 132 – GC260C1 – Kapelle St. Simon und Judas Thaddäus Otzenrath – scoutfried

# 133 – GC232R5 – Friedenskapellchen in Otzenrath – scoutfriend

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Responses

  1. Jutta, wie sie leibt und lebt! 🙂

    Ich kann nicht anders: Jutta, ich liebe deine Blogeinträge – ob hier oder in deinem Kochblog – denn ich komme meist aus dem Lachen nicht mehr raus (und du weißt ja: das ist gesund!) – also komm her, lass dich virtuell drücken und dir danken, dass du so gut für meine Gesundheit sorgst! :-)))

  2. Ein Partyanimal, wir sagen. Schön, dass du uns mitgenommen hast. Deine Beiträge bringen mich immer zum Lachen. Danke dafür liebe Jutta.

  3. Ganz große Klasse!
    Ich freue mich schon auf den 100.sten 🙂

  4. Bei Kartoffelpü lag ich johlend am Boden… Ach Jutta, bitte bitte bitte schreib solche Reiseberichte von Deinen Touren in aller Welt, die würden sich als Bücher verkaufen! Und Glückwunsch zu Deinem eigenen Cache und FTF!

  5. Liebe Jutta,

    bleib wie Du bist, schreib weiter wie Dir der Schnabel gewachsen ist und …. alles Liebe zum Geburtstag !!!!!

    LG Nathalie

  6. Wuhu!, die Mütze steht dir prächtig und das mit dem Reh hat mich fast vom Stuhl fallen lassen. Denk dran, in meinem hohen Alter kann ich das gar nicht mehr so ab 😉

    Auf die nächsten 50!

  7. Alles Liebe zum Geburtstag auch von mir. Bei all den Bahnsteigbildern dachte ich schon, die ganze Feier fand auf dem Bahnhof statt.

  8. @alle: Danke euch für die vielen Kommentare und Glückwünsche. Hätte nie gedacht, dass ich mich mit 50 wie 25 fühle (hüstel)…


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