Verfasst von: Schnuppschnuess | 2010-03-07

Andalusien – Tag 1 – Málaga

Wieso eigentlich Spanien? Vorurteile gefällig?

In Spanien muss man  Fisch und Meeresfrüchte essen. Eigentlich gibt es dort kaum etwas anderes zu essen. Fisch und Meeresfrüchte. Immer.

Ich mag keine Meeresfrüchte.  //  Spanier sind überheblich, machohaft und gemein zu Tieren. Ich habe auf Kuba Spanier erlebt… darüber zu schreiben ist mir unmöglich. Ich kann nicht einmal darüber nachdenken, geschweige denn darüber schreiben. Dann war ich mal in einem Tierpark, wo ein Spanier mit Steinchen eine Wasserschildkröte quälte. Seitdem… // In Spanien ist immer schönes Wetter und ab Februar blühen die Bäume.  //  Stierkampf ist Tierquälerei und gehört abgeschafft.

Und alle Deutschen tragen Lederhosen und essen Sauerkraut und trinken Bier und saufen Sangria aus Eimern, während sie der Welt besoffen ihre nackten Hintern präsentieren.

Alles Kokolores – echt!

Spanien ist eine Wucht und die überaus freundlichen und zuvorkommenden Spanier sind mir in der Woche sowas von ans Herz gewachsen, im nächsten Leben würde ich gerne Spanierin werden. Es war sooooo schön!

Wieso eigentlich Spanien?

Weil wir mal in Iran waren. Mitreisende schwärmten von der Alhambra, malten in den buntesten Farben die Brücken, die islamische Architektur und Kunst in Europa mit dem Rest der Welt verbinden und machten uns sehr neugierig auf Südspanien. Also wurde gebucht. Studienreise mit Dr. Tigges – nach 6 Unternehmungen mit Studiosus war Schicht und Ersatz musste her.

Am 14. Februar sollte die Reise starten. Wegen Mangels an Mitreisenden wurde sie jedoch abgesagt, was sich im Nachhinein als Glücksfall entpuppte. In Spanien regnete es seit Wochen ununterbrochen und es hörte erst auf, als wir am 07.03. nach Andalusien aufbrachen.  Schwein gehabt.  Dazu kommen wir übrigens später noch ausführlich.  Zum Schwein.

Ach so: Spanien ist übrigens kein Land, das als Eldorado der Cachesüchtigen gelten kann. So richtig viel zu Suchen und Finden gibt es dort nicht. Córdoba? Absolute Fehlanzeige. Ronda? Dito. Sehr erstaunlich. Trotzdem haben wir ein paar Schätze heben können und Spaß dabei gehabt. Cache Nummer Eins konnten wir auf unserem Konto verbuchen, ohne in der Luft gewesen zu sein.  Am Flughafen in Frankfurt, Gate 42, lässt man sich ablichten, loggt das Foto und schon ist man um einen Punkt reicher.

Was für ein Glück, dass wir vom Gate 40 losflogen, denn am Fraport kann man sich totlaufen. Als wir nach drei Stunden und weniger gutaussehendem, aber wohlschmeckendem Essen

in Málaga landeten, regnete es. Im Hotel „Monte Málaga“ angekommen, warfen wir unser Gepäck ins Zimmer und nutzten die Zeit bis zum ersten Treffen mit der Reisegruppe, um das Picasso-Museum zu besuchen.

Der Maler Pablo Picasso wurde 1881 in Málaga geboren, 155 seiner Bilder kann man hier bestaunen. „Cage with Barn Owl“ hat mir am besten gefallen. Im übrigen gibt es im Kellergeschoss eine erstaunliche Ausgrabung von Mauerresten ab dem 7. Jahrhundert vor Christus, die von der bewegten Geschichte Málagas zeugt.

Als wir das Museum verließen, kroch der Abend in die Stadt.

Vögel suchten eine Bleibe.

Ob sie die ganze Nacht auf dem Kran ausharrten? Leider war die Zeit zu kurz, um die Gegend um die  Kathedrale „La Manquita“ zu erkunden,

die wegen Geldmangels nur einen Turm besitzt und im Volksmund deshalb die „kleine, einarmige Dame“ genannt wird. Dazu würde am letzten Tag der Reise noch Gelegenheit sein.

Nachdem wir unsere netten Mitreisenden beim Abendbrot kennengelernt hatten, zogen wir uns in unser schönes Zimmer zurück,

zumindest ich schlief wie ein Stein und träumte von den Dingen, die uns in den nächsten Tagen erwarten.

By the way – it’s the destruction of the age of Acquario:

 

Die Schatzkarte:

#0097 – GC 0097 – RWY 42 – bingoo

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Responses

  1. Yeah, freue mich schon auf die Fortsetzung. Ins Picasso Museum habe ich es noch nicht geschafft. Es war jedesmal zu wenn ich ihn Malaga war.

  2. Noch etwas zu den Vorurteilen: Deutsche Männer tragen immer Sandalen mit weissen Socken. 😉

  3. churros essen in casa aranda, calle herrería del rey, naturalemente en malaga. auch nicht vergessen, boquerones (sardellen) zu probieren. so werden übrigens auch die malagueños genannt.

    gez. canela: von einer, die zur hälfte von dort stammt, aber noch nie in spanien gelebt hat 😉

  4. Juhuu, es geht los – ich freu mich auf die virtuelle Reise 🙂

    Jutta, schick mit neuer Frisur!

  5. Málaga – ein Traum. 🙂

    Bin gespannt, wie es weitergeht. Ob die Spanier und Deutschen wirklich so sind und wie Dein Haar in Granada sitzt. 😉

    Mein Haar saß weniger gut: http://barbaras-reisen.blogspot.com/2007/10/mlaga.html

    😉

  6. Wir waren mit der AiDABella in Malaga und haben eine geführte Fahrradtour durch die Stadt gemacht, ein super Erlebnis! Man sieht viel mehr von der Stadt mit dem Fahrrad. Klar, man ist ja viel schneller 🙂 an der „Einarmigen“ sind wir auch vorbeigefahren. Später haben wir die Fahrräder behalten und sind nach El Palo gefahren, ein super Geheimtipp um günstigen guten Fisch zu essen!

    Was hier als Tipp außerdem noch fehlt: Malaga Süßwein! Am besten in der Bar El Pimpi (auch wenn ich keine Schleichwerbung machen will… 😉 am teatro romano.
    Der Fahrradverleih hieß biketoursmalaga.com und war direkt am Hafen.

    Es war ein super gelungener Tag!! Im Picasso Museum waren wir leider nicht, dazu hat die Zeit einfach nicht gereicht…

  7. du stinkst – iss n snickers

  8. Sehr geehrte Frau Klebel,

    ich kann mich nicht erinnern, dass ich Ihnen als Ältere von uns beiden das Du angeboten hätte. Zudem verstehe ich Ihre Ausführung nicht. Könnten Sie mir ihre kryptische Mitteilung bitte erläutern? Eine angemessene Replik ist mir ansonsten leider nicht möglich. Da ich annehme, dass Sie das Verfassen dieser Zeile viel Kraft gekostet hat, wäre es doch schade, wenn Sie sich umsonst bemüht hätten.


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