Verfasst von: Schnuppschnuess | 2009-05-20

Garmin Oregon 400t

Bisher nutzte ich für das Cachen das Garmin  etrex Vista Cx. Ein schon etwas älteres Modell, das uns aber gute Dienste leistete und eigentlich für Wanderungen angeschafft wurde. Allerdings zeigte es die in  Wanderbüchern angegebenen Kilometer nie so an, wie sie dort zu lesen waren, sondern immer höhere Werte. Was habe ich mich über die Bücher geärgert. Schreiben die Autoren 20 km und man läuft 22 km – na sowas.

Während einer Schönbuchtour im Frühjahr begann sich die Gummiummantelung des Gerätes zu lösen. Ärgerlich war das, weil manchmal die Knöpfe nicht mehr richtig gedrückt werden konnten und das Gerät kaum noch in seine Halterung zu bugsieren war.

Also wurde der Kauf eines neuen Gerätes angedacht. Nach dem Lesen eines  „test“-Berichts, dem Surfen in diversen Foren und Erkundigungen bei Cascabel, die ebenfalls ein Oregon besitzt, haben wir den Testsieger  bestellt. Zum Glück kam er am Tag bevor wir wegen Feierei und Eifelsteigwanderung nach Mönchengladbach fuhren. Allerdings blieb nicht mehr viel Zeit, das Gerät ein wenig kennenzulernen. Wie das Cachen ohne Papier funktioniert, das habe ich erst später herausgefunden. Und wie gespeicherte Tracks auf den Computer geladen werden, das herauszufinden hat mich Stunden gekostet. Arrrgh! Aber jetzt weiß ich es.

Ich finde das Gerät ganz toll, allerdings stört auch mich, wie viele andere Benutzer, der schlecht zu lesende Bildschirm, wenn die Sonne scheint. Eigentlich ist es eine Unverschämtheit von Garmin, mit der besonders guten Ablesbarkeit zu werben.

Nicht schlecht wäre, wenn es für die Bearbeitung des Touchscreens einen Stift gäbe, den man am Gerät befestigen kann. Es gibt halt Leute, die haben keine schlanken, graziösen Fingerchen (so wie ich), sondern etwas kräftigere Extremitäten (wie mein Schwager Jörg „Cachegott“).Und die mit Fingerabdrücken übersäte Oberfläche des Displays ist nicht wirklich hilfreich, wenn man bei Sonnenschein irgendwas darauf erkennen möchte.

Der mit einem Karabinerhaken versehene Halte-Clip ist im Prinzip eine tolle Idee. Nur ist er für meine Begriffe falsch herum angebracht. Wenn er am Hosenbund hängt, muss man Verrenkungen machen (ich zumindest), um das Display ablesen zu können, weil man das Gerät um 180° drehen muss. Mittlerweile trage ich es mit dem „Gesicht“ zum Körper, dann geht es so einigermaßen.

Das Handbuch ist recht kryptisch, so richtig schlau bin ich nicht geworden, als ich mich damit beschäftigt habe. Das sollte unbedingt nachgebessert werden. Aber sonst… super!!!

Das Touchscreen ist sehr praktisch, die Menüführung übersichtlich und vor allem das paperless Caching ist eine große Erleichterung. Bisher musste man immer den ganzen Papierkram mitschleppen, um Hints usw.  nachlesen zu können. Man kann sogar Spoiler-Fotos auf das Gerät oder eine Speicherkarte laden. Habe ich aber noch nicht ausprobiert.

Eine Eifelsteigwanderung, die mit beiden Geräten absolviert wurde, brachte Erstaunliches zu Tage. Das Vista zeigte am Ende der Wanderung fast 2 km mehr an als das Oregon. Wie im Wanderbuch beschrieben, gab das Oregon den korrekten Kilometerwert von 16,9 km an. Das etrex 18,8 km – das sind fast 11% Unterschied – unfassbar.

Vergesst alles, was ich euch über 10 Kilometer lange Spaziergänge, 22 km lange Wandertouren und Radtouren ungeahnten Ausmaßes mitgeteilt habe. Alles erstunken und erlogen. Ich bin frustriert! Meine kompletten Aufzeichnungen, Berechnungen und Statistiken – alles Schall und Rauch. Was haben wir diskutiert über die mies recherchierten Bücher! Hätten wir uns sparen können, es lag am Gerät. Wie ist das möglich???

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