Freitag – der nach Christi Himmelfahrt. Das Drama nimmt seinen Lauf.
Schon donnerstags bekam Team moony42 und hier vor allem Frau moony42 einen kleinen Vorgeschmack vom Cache-Gen des Schwagers Jörg. Während ich noch mein GPS-Gerät ausrichtete, hielt Jörg Cachegott das Ding schon in den Händen. Eine Filmdose – super.
Freitag war Eifelsteig, Etappe 2, angesagt. Mein Vater Hans, Schwester Ina, Schwester Susanne, Ehemann Norbert, Cachegott und ich. Schon den ganzen Morgen summte ich Xavier Naidoos “Dieser Weg wird kein leichter sein…” Wieso, das sollte ich am Ende des Tages wissen. Man beachte die lahme Blindschleiche, die sich am Weg sonnte, statt flott und gezielt im Unterholz zu verschwinden….

Vorausschicken möchte ich – und ich wiederhole mich gerne – dass ich, mit meinen umwerfenden 32 (zweiunddreißig) gefundenen Caches, die Neulinge “Team Mortima” ,bestehend aus Schwester und Schwager (Cachegott), erst auf die Idee brachte, dieses Hobby zu betreiben. Und ebenfalls möchte ich an dieser Stelle nochmals darlegen, dass Team Mortima ohne technische Hilfsmittel sucht. Plan ausdrucken und ab die Post. Das geht doch nicht!!!
Wir liefen also los, bei wunderbarem Wetter und bester Laune. Erste Station war eine Eisenbahnbrücke der Vennbahn, einer stillgelegten Strecke durch die Eifel. Ich lief noch unter der Brücke umher, da erschallte bereits ein Ruf wie Donnerhall: “Gefunden!!!!”.
Hää? Wo, wie, wer, wieso???? Und erst mal ins Geländer beissen!

Schwager Jörg stand feixend neben den Gleisen, war aber so nett, mich auch noch suchen zu lassen. Danach machte er sich schon mal an den Abstieg. Bei ihm sah das irgendwie geschmeidiger aus…

Nach dem bereits erwähnten, lebensgefährlichen Abstieg, den ich ohne Hilfsmittel bewältigte,

ging es auf langen Wegen durch die Hochebene des Venns. Wunderbare Ausblicke, herrliche Landschaften, schöne Impressionen.

Bis wir in die Nähe des Stelings kamen. Die Anzeige für die Koordinaten spielten verrückt, wir suchten hier und suchten da und die Muggeldichte machte es auch nicht einfacher. Irgendwann dann wieder der schon bekannte Ruf: “Gefunden!”.Mittlerweile stand es 3:0 für den Hilfscacher und ich, bewaffnet mit zwei GPS-Geräten, hatte das Nachsehen. Eine nette Dose hielten wir in Händen und trugen uns ins Logbuch ein. Ich Cachedepp natürlich hinter Team Mortima.


Der nächste Cache sollte aber meiner sein, koste es, was es wolle. Ich legte einen Schritt zu, als wir in die Nähe von “Kaiser Karls Bettstatt” kamen. Als ich dort ankam – wieder als zweite, weil Jörg mit langen Beinen einen Zwischenspurt einlegte und leichtfüßig an mir vorbeizog, blieben wir erst mal entsetzt stehen. Muggelalarm!!! Und wie!!!

Vor lauter Schreck stelle sich Ina schon mal auf ein Bein, um dann im Dreieck zu springen.

Den Cache haben wir dann abgeschrieben, auf Teufel komm raus die Dose bergen, das wollten wir dann doch nicht. Aber, oh Freude, ein Blick aufs GPS zeigte, dass das Cache zwar in der Nähe der Bettstatt, aber trotzdem an einer recht ruhigen und wenig einsehbaren Stelle versteckt lag. Super! Auch wenn böse Zungen behaupten, dass ich Cachegott absichtlich in die Irre geführt habe, ich schwöre beim Leben meiner verstorbenen Urgroßmutter, das entspricht nicht der Wahrheit. Ich hatte einfach nur Glück, das richtige technische Gerät und ausnahmsweise mal den schnelleren Griff. Juppiduh!!! 3:1. Und was für eine “Dose”. Eine große Kiste hatte sich versteckt und enthielt ganz nette Dinge. Eine CD, ein Buch und lauter Kleinkram. Hach nee, da war ich dann doch wieder versöhnt.

Es war ein schöner Tag, den wir miteinander in der Eifel verbringen durften. 17 km gewandert (Garmin Vista etrex zeigte fast zwei Kilometer mehr an als Oregon 400t???), mein Vater mit seinen fast 75 Jahren war immer an der Spitze der Gruppe und nicht klein zu kriegen,

Susanne und Jörg sind auch ziemlich fit und Ina ist ebenfalls bestens zu Fuß – wenn er keine Zicken macht, wie diesmal. Picknick haben wir gemacht, gelacht, gequatscht und das kalte Bier in Monschau am Ende zischte bestens.
Das nächste Wanderevent steht auch schon an. Eine Etappe auf dem Rheinsteig, der ich mutig und leichten Herzens entgegenblicke. Cachegott geht nämlich nicht mit – uff!
Übrigens möchte ich mich noch herzlich bedanken für die Fahrt zum Bahnhof in Aachen. Das war ganz lieb von euch, Susanne und Jörg.
Schatzkarte vom 22.05.2009:
0026 – GC TJRW Vennbahn, Brücke Mühlenbendstraße / Eagle Theo, Stormy & Motoracer
0027 – GC19GNT “Steling” am Eifelsteig / zebastian
0028 – GCJ3RR Kaiser Karls Bettstatt / Scaramanga
Eifelsteig Tour 2 von Roetgen nach Monschau