Verfasst von: Schnuppschnuess | 21/05/2013

Für Nachwuchs ist gesorgt – unser kleinstes Fohlen im Stall

“Julian?”

“Ja, Tante Tiffi?”

“Julian, weißt du wahaaas?”

“Nein, Tante Tiffi.”

“Gladbach ist Tabellenachter geworden.”

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“Und Juliaaan?”

“Ja, Tante Tiffi?”

“Weißt du noch wahaaaas??”

“Nein, Tante Tiffi.”

“Nächstes Jahr springt mindestens Platz Fünf raus.”

“Hm….”

“Oder… oder… oder…..Julian, wir werden Meister!!!”

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Verfasst von: Schnuppschnuess | 20/05/2013

Pfingsten in Fulda

Paeonien-1

Zum ersten Mal seit unserem Umzug im August letzten Jahres ins wunderschöne Fulda kam die Familie zu Besuch. 350 km Fahrt – da darf man auch gerne mal zwei Nächte bleiben, damit es sich lohnt. Die Nichte, der Neffe und der Großneffe blieben sogar noch ein wenig länger.

Schön war es, so viele liebe Familienmitglieder um sich zu haben, zu quatschen, zu essen, zu trinken und eine gute Zeit zu haben. Der Wetterbericht verhieß Schlimmes, für die Pfingsttage war Regen angesagt. Kaum war die Familie komplett, riss der Himmel auf, obwohl es morgens noch stark geregnet hatte.

Als gestern, am Sonntag, die letzte Wurst gegrillt war und man sich bereit machte, von der Terrasse ins Haus zu wechseln, öffnete Petrus die Himmelsschleusen und es schüttete wie aus Kübeln. Was hatten wir ein Glück!

Glücklich konnten wir uns ebenfalls schätzen, dass wir nach Eichenzell fuhren, um am Sonntag “Das Fürstliche Gartenfest” im Schloss Fasanerie zu besuchen. Ungefähr 160 Aussteller priesen auf dem Schlossgelände ihre Waren an und so mancher Schatz konnte in Augenschein genommen werden.

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Dass sich der Besuch dieser Veranstaltung mehr als lohnt, wussten anscheinend viele andere Garteninteressierte, denn eine Blechlawine kroch Richtung Eichenzell, um irgendwann auf den umfangreichen Wiesengründen um das Schloss herum zum Stillstand zu kommen.

Die Karten hatten wir schon vorher besorgt, wir konnten also gleich auf das Gelände und wurden von einer Vielfalt an Eindrücken, Farben, Gerüchen und Schönem beinahe erschlagen.

Rhododendren-1

Was wir alles gesehen, gehört, erfühlt und geschnuppert haben, kann man nicht in Worte fassen. Man muss es einfach erlebt haben, was dort geboten wurde.

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Menschenmassen sind uns normalerweise ein Gräuel, aber die Besucher verliefen sich im weitläufigen Areal der verschiedenen Ausstellungsbereiche und man wurde weder geschoben, noch hatte man zu wenig Muße, sich bei einzelnen Ständen länger aufzuhalten.

Obstgarten

Trotzdem werden wir im nächsten Jahr am Eröffnungstag hingehen, am Sonntag ist dieses Fest für unseren Geschmack einfach zu sehr frequentiert.

Auch beim Bello aus Italia war viel los

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Bei Rosen Ruf in Bad Nauheim hatten wir Rosen bestellt, die uns die Familie Ruf kundenfreundlich mit auf das Fest brachte. Dort brauchten wir sie nur abzuholen und für das Tragen hatten wir Weiber ja die Männer dabei. Eine Rose heißt übrigens “Julia Child”.

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Toll fand ich auch “Atlas”, eine Skulptur von Denis Ohrenschall, aus Lehm geformt, die begrünte Weltkugel tragend, sich witterungsbedingt wieder zu Erde transformierend.

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Weitere Impressionen:

Hexenhäuschen (ich will das haben!!!!)

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Meine Eltern, die das alles so tapfer mitgemacht haben

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Bäume mit entzückender Unterpflanzung

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Lupinen

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Ein Standbesitzer mit definitv mehr als nur einer Meise

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Paeonien in einer überschwänglichen Fülle, so dass ich wirklich laut Aaaah rufen musste, als ich sie sah.

Paeonien, rosa-1

Ein Smaland für Pflanzen gab es übrigens auch. Sie wollten nach dem Besuch ihrer Besitzer unbedingt abgeholt werden.

Pflanzen-Smaland

Sehr loben möchte ich noch die optimale Organisation rund um das Fest. Parken, Einlass, die Situation innerhalb der Anlage, alles war perfekt geregelt. Bei der Ankunft am Schloss wurde man von freundlichen Menschen eingewiesen, bei Fragen haben sie trotz des unglaublichen Ansturms sehr gelassen und hilfsbereit Auskunft gegeben. Toll gemacht! Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.

Paeonie, groß

Dieser Tag sollte der Tag des Allgäucachers werden. Mein Gott, was zeigt der Mann für einen Einsatz, die Gemeinde der Suchenden glücklich zu machen. 28 Caches hat er rund um Altusried versteckt und selber hat er – haltet euch fest – bislang über 10.000 Schätze gehoben. A Wahnsinn!

Und groß scheint er auch zu sein, denn ohne die richtige Idee oder Statur, eine, die Hebefiguren am vermuteten Fundort gestattet, kommt man bzw. frau nicht ran an die Dinger. Falls man größentechnisch zwischen Setzei und Parkuhr rangiert wie ich, hat man keine Chance. Eigentlich. Aber man lernt ja beim Tun, wie auch wir feststellen konnten. Nach dem DNF (für die Muggels unter euch = Did Not Find = Wir haben die ?/&%$$§&”!!-Dose nicht gefunden oder kamen nicht ran) mussten wir uns was einfallen lassen. Aber der Reihe nach:

8 Geochaches plus Bonus hatten wir heute auf dem Programm. Nach einer wunderbar verbrachten Nacht – “The Arnold” war vom Theo ganz doll ausgeschimpft worden und war danach brav wie ein Lamm – und einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns auf, die Umgebung von Altusried zu erobern. Das Auto wurde an der berühmten Altusrieder Freilichtbühne abgestellt und die Tour begann gleich erfolgreich mit dem Heben eines Caches just auf diesem Parkplatz. Und eine Übersichtskarte vom zu erwandernden Gebiet gab es auch.

Weiter trugen uns unserer Füßchen zum Altusrieder Rathausplatz, wo man nur für uns einen Container aufgestellt hatte, damit wir unbeobachtet suchen, finden und loggen konnten. Das ist doch mal ein Service!

Allmählich führte uns unserer Tour in weniger belebte Gebiete, unterwegs schnappten wir uns noch ein Dösle, das nett versteckt war, aber den Menschen im Auto davor wahrscheinlich zu den wildesten Spekulationen veranlasste, was an normalen Straßenschildern so interessant sein soll. Wir tun immer so, als wären wir für ein schräges Fotoprojekt unterwegs, machen Bilder wie die Wahnsinnigen, zoomen ran, zeigen auf Details und hoffen so, das nicht so ganz Offensichtliche zu entdecken und dabei die Öffentlichkeit zu verwirren.

Verwirrt waren auch wir, als wir vor einem Baum standen, in dessen Astgabel Erstaunliches wuchs. Johannisbeeren, für deren Ernte man auf einen hohen Baum hätte klettern müssen, hatten wir noch nie gesehen.

Das erste Highlight des Ausfluges war die malerisch gelegene  Burgruine Kalden, von der nur noch ein Rundturm zu sehen ist. Dieser zeugt von Zeiten, wo auf Statik und Beschaffenheit des Untergrundes, auf den man Burgen baut, anscheinend nicht sooo viel Wert gelegt wurde.

Die Höhenburg stand auf einem großflächigen Vorgebirge 90 m über der Iller und wurde nach Westen von einem Tobel gesichert, während die Ostseite steil zur Iller abfiel. Geologische Instabilität führte schon im Mittelalter zu Felsrutschungen und Substanzverlusten an der 1128 erwähnten und vor 1500 zerstörten Burg Alt-Kalden, von der heute nur noch ein schmaler Grat zeugt. (Quelle: Wikipedia)

Nachdem Burg Nummero 1 allmählich in einem Graben verschwand, baute man Burg Nummero 2 etwas entfernt, um dann erkennen zu müssen, dass auch sie peu à peu ins Rutschen kam.

1515 erfolgte [...] 300 Meter südlich der Anlage ein Neubau, der nun den Namen Neu-Kalden trug. Doch dieser Neubau wurde schon 1692 wiederum aufgelassen und schließlich um 1840 bis auf ein Turmfragment abgebrochen. Heute verbleibt ein geologisch eindrucksvolles Profil des abgerutschten Burgplatzes, das im oberen Bereich Kiese, im unteren Bereich Sande und Mergel zeigt.

Erstmals 1128 erscheint ein Geschlecht der Callindin, das in stiftkemptischen Diensten stand. 1384 gingen Burg und Herrschaft an die Herren von Rothenstein, dann 1409 durch Kauf an die mächtigen Herren von Pappenheim, Erbmarschälle des Reiches, die sie drei Jahre später wieder an die Rothensteiner zurückveräußerten. 1482 kamen die Pappenheimer erneut in den Besitz der Burg, diesmal durch Erbschaft. Joachim von Pappenheim errichtete 1515 das Schloss Neu-Kalden, das 1692 an das Fürststift Kempten veräußert, zugleich aber wegen drohender Hangrutsche verlassen wurde. 1985 erwarb die Marktgemeinde Altusried das Ruinengelände. (Quelle: wikipedia)

Das hier versteckte Döslein war schnell ausgemacht und hielt in seinem Inneren noch die Koordinaten für einen Bonus bereit. Nach ein paar Kriechübungen durch die Botanik habe ich meinem lieben Mann aber verboten, an steilen Abhängen herumzuklettern und unter Gefahr für Leib und Leben nach Filmdosen zu angeln, die an gefährlicher Stelle liegen. Man muss es ja nicht übertreiben, gell?

Nur ein paar Schritte von der Ruine entfernt, bot sich ein wunderbarer Blick auf einen unverbauten Abschnitt der Iller mit ihrem mäandernden Durchbruch. Nur für diese Aussicht lohnt sich der weiteste Weg, wahrlich spektakulär.

Während der Eiszeiten erstreckte sich der Illergletscher vom Hochgebirge bis Altusried. Die Schmelzwasser des Gletschers fanden drei Abläufe, von Probstried ins Tal der Westgünz, von Dietmannsried in das alte Illertal (heute Memminger Trockental) und von Kalden (Altusried) nach Lautrach-Illerbeuren. Zum Ende der letzten Eiszeit schmolz der Eisstrom und es entstand ein großer See zwischen Kempten und Altusried. In der Folge vertiefte sich der Abfluss bei Kalden am stärksten und der See lief aus. Seitdem fließt die Iller in vielen malerischen Windungen durch die Endmoränen von Altusried bis Ferthofen und findet erst unterhalb von Memmingen zurück in das alte Illertal. Am schönsten kann man den Illerdurchbruch von der Ruine Kalden (ehemaliges Schloss Kalden) beobachten. (Quelle: wikipedia)

Eigentlich wären wir noch gerne ans Ufer der Iller gegangen. Aber da wir noch ein paar Kilometer vor uns hatten und nicht wußten, ob man von dort die “Blaue Bruck” erreichen kann, haben wir auf einen “Abstieg” verzichtet und wanderten weiter in Richtung Fischers (Markt Altusried), einem kleinen Weiler an der Iller, der bis 2001 über eine Fährverbindung ans gegenüberliegende Ufer nach Pfosen (Markt Dietmannsried) verfügte. Als diese Verbindung eingestellt wurde, war ein wichtiges Band für Wanderer und Radfahrer zerschnitten.

In rühmlicher Eigeninitiative gelang es 30 Freiwilligen, in 1200 Stunden eine außergewöhnliche Hängebrücke mit 84 m Spannweite über die Iller zu bauen. Die 2007 eröffnete “Blaue Bruck” ist die erste Bürgerbrücke Bayerns und schließt die Lücke im “Oberallgäuer Rundwanderweg”. Mich hat das Bauwerk sehr beeindruckt und die Suche nach dem Döschen gestaltete sich so spannend wegen der “Kletterei”, dass ich mich zu folgendem Logeintrag bemüßigt fühlte:

“Boah – da war aber Einsatz gefragt für so ne Omma wie mich. Ich bin Flachlandtirolerin und habe Angst bei sowas. Nicht vor der Brücke, sondern vor dem Zugang zum Cache, der für mich aber minnigens ein 3er war. Gefühlt. Zumal mein Mann schon wieder auf der anderen Seite war und fotografierte, da musste ich also alleine durch. Was macht frau nicht alles, wenn der Ruf des Schatzes ertönt – also hin gedackelt, greifen, loggen, wieder ruff und fertig. Geht doch! “

Auf unserem Weg zur Brücke konnten wir auch unseren ersten “richtigen” DNF des Tages verbuchen. Wir sind einfach zu klein für solche Aktionen. Wie sich später heraus stellte, aber auch zu doof. Denn während wir grummelten und nachdachten und nach alternativen Bergungsmöglichkeiten suchten, hatten wir am Ende unserer Tour eine Eingebung. Zunächst aber mussten wir auf dem Pfad der Erleuchtung wandeln, der uns nach Altusried zurück brachte. Unterwegs schnappten wir uns noch Cache Nummer Vier vom Allgäucacher und als wir am Cache Nummer Fünf ankamen, sahen wir schon von weitem, dass es sich wieder um so ein fieses Ding wie bei unserem DNF handeln musste. Aber wir hatten ja mittlerweile Plan B ausgeheckt. Mich zu heben, das wäre für meinen armen Mann eine Zumutung.

Ja damals, als ich gerade 40 Kilo wog, da wäre das alles kein Problem gewesen. Aber als Fünfjährige war mir diese Art des Hobbies noch völlig unbekannt, deshalb ist nix mit Räuberleiter und so. Trotzdem:

Heiliger Wanderstock sei Dank! Durch ihn waren wir Gnome in der Lage, diesen Cache zu – na ja, heben wäre der falsche Ausdruck. Angeln, vielleicht? Jedenfalls haben wir tüftelnder Weise eine Lösung gefunden, wie man so ein Döschen schnappen kann, ohne so groß wie Nowitzki zu sein und Hurrah!! – es hat geklappt. Keine Ahnung, was sich die Autofahrer so dachten, aber wer keine Lust hat, sich immer und überall zum Affen zu machen, sollte das sowieso lassen mit der Cacherei.

Somit hatte uns Allgäucacher heute mit fünf Caches eine große Freude bereitet, nicht zu vergessen Allgeier01 sowie macnetz + mabinta, die ebenfalls einen Schatz für uns bereit hielten.

15.50 Uhr – wir haben fertig!

Nach einem sehr erfolgreichen Tag machten wir es uns in der Ferienwohnung bequem, aßen Kuchen, tranken Kaffee, lauschten der Stille, schauten dem Sonnenuntergang zu und freuten uns einfach des Lebens.

Wer möchte, kann man sich die für Muggel aufbereiteten Tourdaten noch einmal anschauen: Track. Eigentlich war die Wanderstrecke 400 m länger, aber ich habe die Wegpunkte der Suchaktionen weggelöscht, damit niemand von den Unwissenden auf dumme Gedanken kommt.

Schatzkarte

# 370  GC1Y45W    “#1 -Kunst und Kultur in Altusried” – Allgäucacher

# 371  GC1QN3M    “#3 – Kunst und Kultur in Altusried – Rathausplatz” – Allgäucacher

# 372  GC2EEC6    “Willkommen im Cacherparadies Altusried #4″ – Allgäucacher

# 373  GCVA66      “Cambodunum – Burgruine Kalden” – Allgeier01

# 374  GC1J027     “Blaue Bruck” – macnetz + mabinta

# 000  GC1QN2T    “5. Blaue-Bruck-Anlock-Cache”- Allgäucacher

# 375  GC1QP5X     “4a. Blaue-Bruck-Anlock-Cache” – Allgäucacher

# 376  GC1JNZC     “2. Blaue-Bruck-Anlock-Cache” – Allgäucacher

Und was haben wir sonst noch so angestellt im schönen Allgäu?

Allgäu, Tag 1 – Altusried

Verfasst von: Schnuppschnuess | 25/09/2011

Allgäu – Tag 1: Altusried

Die Sause des Jahres hatte den schönen Nebeneffekt, dass wir Menschen trafen, die uns bis dahin vollkommen unbekannt waren. Ein Ehepaar war sogar aus dem Allgäu angereist, was man nicht nur hören, sondern auch sehen konnten. Beide trugen Tracht und sahen extrem fesch aus. Irgendwann kamen wir ins Gespräch und als der Wohnort Altusried genannt wurde, kam mir der Ortsname unheimlich bekannt vor. Kein Wunder, denn Kommissar Kluftinger ermittelt in und um Altusried herum, daher wehte also der Wind – mal ganz davon abgesehen, dass Theo und Melanie auch noch mit einem der Autoren verwandt sind. Priml!

Neben allerlei Unsinn, den wir verzapften,

erfuhren wir auch, dass Melanie und Theo eine Ferienwohnung vermieten. Aha, da klingelten doch wieder alle Urlaubsglöckchen und wir versprachen, bald einmal im Allgäu ein paar Tage zu verbringen. Wie man das halt so sagt, gell? Aber nicht mit uns, wir machen Nägel mit Köpfen. Das hat uns im letzten Jahr wunderschöne Wochen in Frankreich bei Micha und Fried in Gigors beschert, deshalb haben wir kurzentschlossen eine Woche Allgäu angeleiert. Gott, war das aufregend.

Natürlich wurde vor der Buchung erst einmal die Geocache-Dichte angeschaut – wunderbar! Altusried und Umgebung sind geradezu gepflastert mit Caches, einer Reise stand nichts im Wege. So ging es also los, an einem schönen blauen Samstag im September machten wir uns auf in Richtung Süden, 400 km später hatten wir unser Ziel erreicht und wurden sofort mit dem Landleben konfrontiert. Ein Rindviech, we called him “The Arnold” (dicke Muckis, nix im Kopp) – ein Bulle wie im Bilderbuch mit einer Vollmeise, die ihresgleichen sucht, schrie wie am Spieß, riss mit seinen Hufen die Grasnabe auf, schnaufte, stampfte und markierte den dicken Max. Als ich aus dem Auto ausstieg, fand ich das noch lustig – aber als ich dann in seine Richtung schaute und er mich mit blutunterlaufenen Augen gierig funkelnd ansah, da musste ich an den Minotaurus denken… ich habe dann sicherheitshalber mal den Autoschlüssel stecken lassen und die Fahrertür geöffnet beim Ausladen, falls das Biest durch den Elektrozaun bricht. Wir waren so paralysiert, dass wir erst Daheim entdeckt haben, dass wir das Urvieh gar nicht per Kamera gebannt haben. Zumindest hier, beim Chef,  ist es jedoch gelungen, ein schönes Stück Rindfleisch und noch viel mehr Tolles abzulichten. Auch im Allgäu. Ja genau. Genau da.

In der sehr schönen, luftigen Wohnung wurden wir gleich köstlich empfangen. Blumen, Strudel, Kärtchen – goldig. Und lecker!

Irgendwann klopfte es an der Wohnungstür und endlich konnten wir unser liebes Allgäumadel und den Allgäubuam in die Arme schließen.
Danach wurde die Umgebung ausgekundschaftet, ein Tradi angegangen aber wegen Schisshasigkeit und weil wir über eine abgesperrte Weide hätten gehen müssen, haben wir es dann gelassen. Richtig spannend war der Spaziergang, was man auch an der Konversation festmachen konnte.
Sie: “Guck mal da hinten auf die Wiese. Was ist das? Ein Fuchs?”
Er: “Kann sein.”
Sie: “Oh, das ist bestimmt ein Fuchs. Aber so weit weg.”
Er: “Stimmt. Mist.”
Sie: “Ja, genau. Ein Fuchs. Guck mal die Ohren und der buschige Schwanz. Oh, er kommt auf uns zu. Hoffentlich hat der keine Tollwut.”
Er: “Ich mach mal ein Foto.”

Recht früh fielen wir in unser gemütliches Bettchen und schliefen ein, während uns “The Arnold” ein wunderbares Liedchen sang.

Schatzkarte:
# 000  GC33ECW – “Auge auf” – Laubencacher

Den tollen Baum haben wir gesehen, aber wir haben uns nicht getraut.Vielleicht kommen wir ja noch einmal in die Nähe.

Verfasst von: Schnuppschnuess | 05/04/2011

Schiermonnikoog – Tag 1

Kennt ihr Fikki?  Ein Teufelskerl ist er, der Fikki. Und wo der überall rumgondelt. Phänomenal! Fikki wird von Stars und Sternchen geherzt und geknuddelt, Fikki wird von wunderschönen Maskenbildnerinnen verwöhnt, Fikki trägt die tollsten Outfits, verreist mit eigener Couch, Fikki zieht im Kölner Karnevalszug mit und jetzt kommt’s – Fikki hat sogar einen Stern auf dem Walk of Fake. Jeder liebt Fikki und auch ich kann mich seinem Charme nicht entziehen.

Fikki ist ein wahrer Tausendsassa und so beschlagen, dass er sogar zwei Profile bei Facebook inne hat. An seinem wilden Leben lässt er die Leser- und Freundesschar teilhaben und oftmals schaut man gebannt, neidisch oder sehnsüchtig auf Fotos von Orten, an denen man auch gerne wäre.

Vor ungefähr 14 Tagen, Fikki hatte gerade Geburtstag, war es wieder soweit. Urlaubsfotos  eines Eilandes präsentierte er, von dem man weder gehört hatte, geschweige denn dass man es je besuchte. Oder den Namen der Insel hätte aussprechen können.

“Schiermonnikoog” – kennt das Jemand? Außer Fikki? Eben! Wir auch nicht.  Aber die veröffentlichten Eindrücke sahen so toll aus. Mein Interesse war geweckt, die Neugier stillte Wikipedia, ich wollte da hin. Sofort.

Bei Schiermonnikoog handelt es sich um die kleinste der fünf bewohnten, niederländischen Westfriesischen Inseln, den Waddeneilanden. 16 km lang, 4 km breit, Dünen, Sand, Meer. Keine Autos. Zumindest keine Touristenautos. Fahrräder.

Ruhe. Irgendwie las sich das so nett. Und irgendwie hatte unser Reiseveranstalter gerade die Griechenland-Studienreise storniert. Und irgendwie bekamen wir Lust, auf diese unaussprechliche Insel zu fahren. Wenn Fikki das toll findet, warum nicht auch wir? Ein Hotel war schnell gefunden, die Bahn- und Fährverbindungen wurden ausgekundschaftet, die Geocaching-Seite befragt und alles deutete darauf hin, dass ein paar Tagen Schiermonnikoog nichts im Wege steht. Und wenn sogar Fikki….

Ein bissi komisch kam ich mir dann aber doch vor, als ich Bekannten und Verwandten von Fikki erzählte:

  • Dass er der Auslöser war für unsere Reise
  • Dass ich ihn nur über Facebook “kenne”
  • Dass ich ihn noch nie gestreichelt habe
  • Dass ich nicht weiß, wem er gehört

DASS FIKKI EIN PLÜSCHHUND IST (klick!)*

Ungläubiges Staunen, nachdenkliches Kopfschütteln, beruhigende Worte und das Angebot medikamentöser Unterstützung bei der Bewältigung meiner Lebenskrise konnten mich nicht hindern. Ich war sicher, ich würde jedem noch so starken Sturm trotzen.

Alle negativen Gedanken wurden von der Festplatte gelöscht, wir buchten, bestellten noch flugs einen Reiseführer, die Caches wurden aufs GPS geladen und auf ging es in Richtung Wind, Meer, Erholung und Geocaching.

Vor den Erfolg und die Erholung haben die Götter ja bekanntlich den Schweiß gesetzt. Das hieß in unserem Fall:

2:30 Uhr aufstehen, 4:24 Uhr losfahren, mit der Bahn über Frankfurt, Arnheim und Zwolle nach Groningen mit seinem schönen Wartesaal.

Weiter ging es mit dem Bus nach Lauwersoog, dann mit der Fähre übergesetzt nach Schiermonnikoog und schließlich (endlich!) mit dem Bus zum Hotel. Gegen 15:00 Uhr waren wir vor Ort und bezogen unser Zimmer im Hotel Duinzicht.

Das Wetter war mäßig schön. Keine Sonne zu sehen, aber es war trocken, mit viel  Wind und Sand in der Luft – das mag ich! Wir machten uns also schnell auf den Weg, um die Insel und den ein oder anderen Geocache in Augenschein zu nehmen. Natürlich auch den Leuchtturm – ist ja nicht zu übersehen.

Nach sieben Kilometern schönster Wanderstrecke hatten wir drei von drei Schätzen gehoben, uns den Wind um die Nase wehen lassen und dabei erstaunliche Mengen Gänse auf den Feldern gesehen.

Schließlich hatten wir uns so verausgabt, dass wir richtig Lust aufs Abendessen bekamen.  Da ich mir vorgenommen hatte, mich durch die einheimischen Inselschnäpse zu trinken, fing ich heute mit einem Kallemooitje an, den ich mit Bier hinunter spülte. Das  deftig-schlichte, umfangreich portionierte Drei-Gänge-Menü, serviert von sehr freundlichem Personal, gab mir den Rest. Bettreif ließ ich mich in die Federn fallen und versank sofort in tiefen Schlaf.

Schön wars heute – wir freuen uns schon auf morgen. Danke Fikki, du gewiefter Hund, ohne dich hätten wir diese Insel nie kennen gelernt!

Schatzkarte:

# 292 – GC116VB -  “Het geheim van Vredenhof deel 2″ – Elmasj

# 293 -  GC2CYR6 – “Paradijsroute deel 1 van 4″ – AvanD

# 294 – GCXAKM – “Tussen twee zeeen” – Sandraak+Beamer

 

*klick! funzt leider nur, wenn man bei Facebook eingeloggt ist. Danke für den Hinweis, liebe Sus!

Ist das ein Mördertitel? Aber er passt wirklich und alles das, was da oben steht, habe ich an einem Tag erlebt.

Der 25. April 1960 war ein wunderschöner Tag. Meine Eltern bekamen nämlich einen Wonneproppen vor die Tür gelegt, nachdem zuvor Zucker auf’s Fensterbrett gestreut wurde. Der Wonneproppen war ich und seitdem habe ich meinen Eltern und auch meiner Familie manch’ schlaflose Nacht beschert. Das liegt unter anderem daran, dass ich die Welt an Fotos teilhaben lasse, die meine Schwester Susanne immer in Richtung Erdboden sinken lassen. So eins zum Beispiel:

Dieses Kleinod der Mützenstrickkunst habe ich persönlich hergestellt und am Ehrentag meines Lieblingsneffen Tim, dessen Kommunion auf meinen Geburtstag fiel, freudig getragen (wie man sieht).

Tim hat mir schon mal  eine ganz tolle Mail geschrieben. Diese Mail war kurz, hat sich aber auf ewig in mein Gedächtnis gebrannt. Die Mütze habe ich während der Feierlichkeiten auch nur kurz getragen.

Bevor wir überhaupt zu Feiern begannen,  hatte ich schon soviel erlebt, dass sich auch das für immer in meine Seele brannte. Wahrscheinlich auch in die Seelen der Mitreisenden im Zug von Köln nach Jüchen und darüber hinaus.

Die applaudierten nämlich (stehend?), nachdem mein armer Mann und ich aus dem Vehikel ausgestiegen waren, um das zu erblicken:

Zum Glück hatte die komplette Familie (abzüglich der vier direkt von der Kommunion Betroffenen) genug Sekt mit, um diesen Schreck hinunterzuspülen. Es kam aber noch Schlimmer. Man konnte das  Plakat drehen:

Mittlerweile ging im Zug, der immer noch am Bahnhof stand, die LaOlaWelle um, es wurden Glückwünsche gerufen und an die Fenster geklopft. Kurz bevor Alle die Abteile verließen, um mit uns auf dem Bahnsteig die ultimative Survival-Party zu feiern (immerhin habe ich das 50 Jahre lang so einigermaßen hinbekommen), wurden die Türen geschlossen und der Samba-Express machte sich auf Richtung Waldfeucht oder so – Selfkant jedenfalls und verspätet,  besagter Vorfälle wegen.

Falls ich gehofft gedacht hatte, dass damit die Feierlichkeiten zu meinem Geburtstag erledigt waren, hatte ich weit gefehlt. Ich musste ein Rätsel lösen, rechnen (O-Ton Vanessa: Oma Inge konnte das aber schneller als du) und dann mit meinem GPS (das ich auch mitnehme, wenn ich einkaufen oder zum Arzt gehe, also immer) einen Cache suchen.

Dieser Cache war – ich glaubte es kaum – von Dirk (in Geocacherkreisen wird er elokadaun genannt)  und seinen Verbündeten (in allen Kreisen “Familie” genannt) mir zu Ehren versteckt worden.

GC27B9A – “Jule50: moony42´s Geburtstagscache” – ein Cache, der meinen Namen trägt und in dessen Logbuch ich mich als ERSTE eintragen durfte.

Ich war mehr als überrascht, damit hätte ich nun nicht gerechnet und die Freude war mir anscheinend wirklich anzusehen:

Das Rätseln ging aber noch weiter. Auf die Frage: “Wie heißt das Reh mit Vornamen” antwortete ich gleich wie aus der Pistole geschossen: “Kartoffelpü!” Tja, Null Points. Falsch. Telefonjoker hatte ich keine, die standen alle grinsend vor mir. Nach ein paar Hilfestellungen kam ich dann doch überraschend zügig *hüstel* auf Mirko. Und, Gemeinde, alles klar?

Rischtisch! Nu bekam ich, neben einem schönen Marokko-Kochbuch von meinem Sohn Tobias,  auch noch einen Kochkurs beim Frangfodder Koch Mirko Reh geschenkt, den ich sowieso so gut leiden mag. Ich hab zwar noch nix von ihm gekocht oder gegessen, aber der Bub ist so sympathisch, dass ich wirklich einen Luftsprung gemacht habe vor Glück, der nahtlos in eine faszinierende Tanzeinlage überging.

Ab jetzt waren aber Tim und sein Cousin Michael, der ebenfalls feierte, die Hauptpersonen. Lecker gegessen und getrunken haben wir natürlich, ein paar wunderschöne Stunden im Haus Welters in Neuotzenrath verlebt und neben MEINEM EIGENEN CACHE konnten wir bei einem klitzekleinen Spaziergang nach dem Essen und vor dem Kaffee auch noch zwei andere Döschen bergen . Danach gab es Kuchen satt, von meinen Schwestern, Tims Omas und anderen Verwandten hergestellt und extrem köstlich.

Ein besonderer Dank geht an Dirk, meinen netten Neffen, der mir einen Großteil seiner Fotos für diesen Bericht zur Verfügung gestellt hat. Fürs Knipsen hatte ich keine Zeit, bin halt ein Feierbiest gell, Susanne!

Schatzkarte:

# 131 – GC27B9A - Jule50: moony42′s Geburtstagscache – elokadaun

# 132 – GC260C1 - Kapelle St. Simon und Judas Thaddäus Otzenrath - scoutfried

# 133 – GC232R5 - Friedenskapellchen in Otzenrath – scoutfriend

Verfasst von: Schnuppschnuess | 15/04/2010

Ruf des Rheinsteigs: Neuwied Feldkirchen – Rengsdorf

Samstag ist der Tag des Großreinemachens. Das weiß auch Frau Maus und kehren kann man nicht nur mit dem Besen, fleißige Füße räumen auch kräftig.

Norbert, mein Vater Hans und ich hatten allerdings frei und wanderten wieder einmal eine Etappe des Rheinsteigs. Von Feldkirchen bis Rengsdorf ging es diesmal, weniger am Rhein entlang, dafür aber mit wunderschönen Ausblicken auf das Wiedtal und vielen Gedanken an Claus, der ganz in der Nähe wohnt.

Die Anreise fand diesmal nicht mit dem Auto, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln statt. Per Bahn erreichten wir den Bahnhof Neuwied und fuhren mit dem Taxi bis zum Einstieg, wobei es sich der Taxifahrer nicht nehmen ließ, uns bis “janz nach oben” zu bringen, “dann habbt irr der erste Anschtiesch schon jespart”. Ich fand’s toll, mein Vater murmelte etwas von Fuschen, Betrug und Hinterhalt. Irgendwie höre ich in letzter Zeit ziemlich schlecht. Und er ist sowieso immer der Erste.

Ein paar nette Caches lagen auch auf dem Weg und irgendwie habe ich den Eindruck, dass der letzte Ungläubige aus der Gruppe zumindest ein wenig Blut geleckt hat.

Von einem jungen Mann mit Mountainbike wurden wir gleich zu Anfang der Tour angesprochen. Er sah das GPS-Gerät und erkannte uns  als Cacher. Er war ebenfalls als “Baumfalke” auf der Pirsch, fachsimpelte ein wenig mit uns, gab ein paar Tipps und zog dann seines Weges.

Mit dem Wetter hatten wir mal wieder Riesenglück. Zunächst hatte ich Bedenken, dass es nass werden könnte. Aber weit gefehlt. Es herrschte optimales Wanderwetter, nicht zu kalt, nicht zu warm, nicht zu trocken, nicht zu nass, es war einfach nur schön.

Wie immer war Papa Hans nicht kleinzukriegen. Norbert leistete mir Gesellschaft, da ich gewöhnlich die Nachhut bilde, Hans war wie üblich als Pfadfinder unterwegs und Gedanken an Ruhe auf herzigen Bänken sollte man tunlichst unterlassen.

Auch Xynthia und die Schäden, die durch sie angerichtet wurden, schreckten ihn nicht. Jede Umleitung wurde gekonnt gefunden und die Waldschäden geschmeidig umschifft – auch mit Hilfe einer netten Touristin, die sich so gut wie eine Einheimische auskannte und uns Tipps für Abkürzungen gab.

Wenn man Rheinsteig-Wanderer und Geocacher ist, kommt man in den Genuss, nicht nur Daniel Kappel Referenz zu erweisen.

Zwei schöne Wasserfälle gibt es auch zu sehen. Der kurze Abstecher für die Schatzsuche hat sich nicht nur deshalb gelohnt, weil wir dort, am Laubach,  fündig wurden.

Reizvolle Landschaftserlebnisse waren auch diesmal wieder an jeder Ecke zu finden. Vor der Haustür gibt es so unglaublich viel zu entdecken – probiert es ruhig aus.

Am Ende der Tour hatte wir 14 km Wanderstrecke zurückgelegt. Nicht wirklich anstrengend, mit ein paar wenigen, knackigen Anstiegen, aber nichts, was überwältigend grauenvoll gewesen wäre (hatte ich schon das Siebengebirge erwähnt?).

Übrigens, vor Fledermäusen wird gewarnt!

Schatzkarte:

# 124 – GC260C1 – Principes-catacumbae – anteambulo latitatio

# 125 – GC22VRB – Principes – anteambulo latitatio

# 126 – GC21A22 – Wir sind stolz auf Daniel Kappel! – PeiRichter & Oeggel

# 127 – GCPEJW - Laubach – baer


Ja, wir waren schon wieder unterwegs. Ich kann das auch erklären.

Erstens hatte mein lieber Mann noch zwei Tage Resturlaub, die bis Ende März genommen werden mussten. Und dann hatte ich im Februar bei den Schlemmercachern einen schönen Bericht über Geocaching am Bodensee gelesen, der richtig Lust machte, auch mal hinzufahren.

Die letzte Reise an den Bodensee war ungefähr 1970, drei Wochen Jugendfreizeit mit der Pfarre in Blaubeuren. Damals besuchte die Gruppe während einer Ausflugsfahrt die Pfahlbauten am See und die Insel Mainau, woran ich mich nur dunkel erinnern kann. Sehr präsent hingegen ist das unglaublich schreckliche Heimweh, das mich plagte und für ewig von weiteren Ausflügen im Kielwasser dieses Genres abhielt. Schauerlich!

Trotz der prägenden Erlebnisse, vor allem aber wegen der hohen Cachedichte, haben wir uns kurzfristig entschieden, dem großen See im Süden Deutschlands einen Besuch abzustatten. Und zwar zu einer Zeit, wo die Touristenströme noch träge fließen und sich das Muggelaufkommen in Grenzen hält.

Die Wettervorhersage ließ Böses ahnen, es sollte extrem nass werden. Das hat sich zum Glück nicht bestätigt. Es gab zwar Schauer, vor allem aber viel Wind – womit wir wieder bei der Frisurenfrage wären.

Ab und an bekam wir sogar  soviel Sonnenschein, dass uns nicht nur warm ums Herz wurde.

Immer wieder erstaunt mich, was man in ein paar Tagen alles erleben und sehen kann. So auch hier. Fangen wir also an mit Freitag, dem Anreisetag:

Es ging per Bahn nach Konstanz, das wir am frühen Nachmittag erreichten. Hier schüttete es wie aus Eimern. Anscheinend hatte es einen regelrechten Wettersturz gegeben, denn viele Passanten waren nur leicht bekleidet, klatschnass und froren wie die Schneider. Wir nicht. Wir sind Cacher, auf alles vorbereitet und in der Lage, einen Wetterbericht zu lesen. Ha!

Ein Bus brachte uns nach Staad, einem Konstanzer Ortsteil und beschaulichen Fischerdorf (bevor die Touristen kamen), mit ein paar Restaurants, Hotels und dem Fähranleger nach Meersburg. Unser Quartier, das Hotel “Schiff am See”, lag sehr zentral, eine Minute von Bushaltestelle und Anleger entfernt. Ansonsten gab es dort zum Frühstück einen hervorragenden Nusskuchen. Einen sagenhaften Nusskuchen, der mich sogar dazu brachte, jeden Morgen zum Frühstück davon zu essen. Mache ich sonst nur ungern. Aber dieser Kuchen… ein Traum.

Nachdem wir unser Gepäck verstaut hatten, machten wir uns bei leichtem Regen  gleich auf den Weg Richtung Mainau. Vorher gab es noch ein Fischbrötchen zur Stärkung und die Teillösung des Multis “80 Jahre Fährmann hol über“, der dem Fremden das Fischerdörfchen ein wenig näher bringt. Hier in Staad gibt es  ganz urige Ecken, versteckte Kneipen, Jugendstilfassaden und schöne Parks, die bei wärmerem Wetter bestimmt einladender sind als im nassen und kalten Frühjahr. Cachen ist für die Entdeckung von Insiderecken optimal, da in den Beschreibungen zu den Schätzen oft Tipps und Hinweise gegeben werden, die man als Ortsfremder gut gebrauchen kann.

Nachdem wir alle Fragen beantwortet hatten (am Ende des Aufenthalts aber nix fanden – Absperrungsbänder ignorieren wir ungern), machten wir uns also auf Richtung Mainau. Hier kamen wir an Felskellern vorbei, die noch intensiv genutzt werden. Interessant!

Am ersten Cache des Team “Los Muertos” (denen mein ewiger Dank sicher ist) bin ich dann gleich mal vorbei gelaufen. Irgendwann guckte ich aufs GPS und machte auf dem Absatz kehrt, weil doch glatt ein Dösle auf dem Weg lag, das mir überhaupt nicht aufgefallen war. Wahrscheinlich, weil das Wetter nicht dazu einlud, eine Konstanzer Mittagspause zu veranstalten. Norbert hatte dann den richtigen Griff, juhu!!!, der Anfang war gemacht.

Auf teilweise sehr schönen Wegen

bewegten wir uns Richtung Besucherzentrum und Einganz zur Insel. Wir hatten nicht vor, das Eiland der Bernadottes zu besuchen, denn erstens war es kurz vor 17.00 Uhr, zweitens der Eintritt recht hoch und drittens waren die Frühlingsblumen noch nicht erblüht. Ein Fahrrad zum Betanken hatten wir auch nicht dabei.

Also dann doch lieber einen Schatz suchen. Der “Big Brother is …….. you” war schnell unser. Ich habe Anweisungen gegeben, Norbert hat sich die Finger schmutzig gemacht.

Die Stelle, an der der Cache liegt, ist sehr exponiert. Als wir suchten, war überhaupt nichts los. Aber im Sommer bei guten Wetter würde ich mich nicht trauen, dort herumzuspringen. Anweisungen geben wäre aber kein Problem.

Wir machten uns schließlich auf den Rückweg, auf dem noch ein Brückencache vom “Team Null Peilung” (ich liebe diesen Namen!) wartete.  Auch diese Dose fand Norbert – was tut man nicht alles für die Wissenschaft -  in der Nähe der Universität, “muggelsicher” vesteckt, je nachdem von welcher Seite man das betrachtet, gell? Mittlerweile war es Abend geworden und der Magen wollte gefüllt werden.

Der Bodenseefischer war schon fleißig, präsentierte seinen Fang und blies sein Horn, damit wir endlich zum Abendessen aufbrechen.

Der geifernde Drache, der am Weg lauerte, ließ unsere Schritte ein wenig schneller werden.

Vom Gebrauch der Bootanik haben wir nach eingehenden Überlegungen Abstand genommen.

Während unserer Staader Multitour ein paar Stunden zuvor mussten wir eine “Stage” näher inspizieren, deren Speisekarte Felchen offerierte. Diesen Bodenseefisch wollte ich zu gerne einmal essen, also machten wir uns kurz vor 19.00 Uhr auf, um dem Gasthof  “Zur Traube” einen Besuch abzustatten. Ui, das war vielleicht voll dort! 10 Minunten später und wir hätten keinen Platz mehr bekommen, der Laden brummte. Zu recht, denn das Preis-Leistungsverhältnis war optimal. Als ich den Fisch sah, kam mir gleich Meryl Streep als Julia Child in den Sinn, die beim Anblick eines in der Pfanne knusprig gebratenen Fisches “Butter!!!!” ruft.

Ehrlich gesagt, habe ich nicht erwartet, in solchen Hochburgen des Tourismus ordentliches Essen zu bekommen, zu einem angemessenen Preis, vom leckeren Bockbier ganz zu schweigen. Aber da sieht man mal wieder, wie man sich täuschen kann  – ich könnte nicht behaupten, dass mich das ungemein bestürzt. Wir haben jedenfalls wunderbar gegessen und getrunken und sind am nächsten Abend gleich wieder hin. Wir wären auch noch ein drittes Mal dort eingekehrt, aber leider ist am Sonntagabend geschlossen.

Drei Felchenfilets und 800 ml Bockbier später…

… wankte ich  Richtung Hotelbett (5 Minuten Fußweg), war gerade noch in der Lage, mich bettfein zu machen und schon schlief ich wie ein Stein. Nach 11 km Fußmarsch und vor 21.00 Uhr – unglaublich!

Schatzkarte:

# 106 – Konstanzer Mittagspause XI – GC19 B9N – Los Muertos
# 107 – Big Brother is …….. you – GC1CK70 – Los Muertos
# 108 – Konstanzer Brücken-Science – GC22GE1 – Team Null Peilung

Verfasst von: Schnuppschnuess | 07/03/2010

Andalusien – Tag 1 – Málaga

Wieso eigentlich Spanien? Vorurteile gefällig?

In Spanien muss man  Fisch und Meeresfrüchte essen. Eigentlich gibt es dort kaum etwas anderes zu essen. Fisch und Meeresfrüchte. Immer.

Ich mag keine Meeresfrüchte.  //  Spanier sind überheblich, machohaft und gemein zu Tieren. Ich habe auf Kuba Spanier erlebt… darüber zu schreiben ist mir unmöglich. Ich kann nicht einmal darüber nachdenken, geschweige denn darüber schreiben. Dann war ich mal in einem Tierpark, wo ein Spanier mit Steinchen eine Wasserschildkröte quälte. Seitdem… // In Spanien ist immer schönes Wetter und ab Februar blühen die Bäume.  //  Stierkampf ist Tierquälerei und gehört abgeschafft.

Und alle Deutschen tragen Lederhosen und essen Sauerkraut und trinken Bier und saufen Sangria aus Eimern, während sie der Welt besoffen ihre nackten Hintern präsentieren.

Alles Kokolores – echt!

Spanien ist eine Wucht und die überaus freundlichen und zuvorkommenden Spanier sind mir in der Woche sowas von ans Herz gewachsen, im nächsten Leben würde ich gerne Spanierin werden. Es war sooooo schön!

Wieso eigentlich Spanien?

Weil wir mal in Iran waren. Mitreisende schwärmten von der Alhambra, malten in den buntesten Farben die Brücken, die islamische Architektur und Kunst in Europa mit dem Rest der Welt verbinden und machten uns sehr neugierig auf Südspanien. Also wurde gebucht. Studienreise mit Dr. Tigges – nach 6 Unternehmungen mit Studiosus war Schicht und Ersatz musste her.

Am 14. Februar sollte die Reise starten. Wegen Mangels an Mitreisenden wurde sie jedoch abgesagt, was sich im Nachhinein als Glücksfall entpuppte. In Spanien regnete es seit Wochen ununterbrochen und es hörte erst auf, als wir am 07.03. nach Andalusien aufbrachen.  Schwein gehabt.  Dazu kommen wir übrigens später noch ausführlich.  Zum Schwein.

Ach so: Spanien ist übrigens kein Land, das als Eldorado der Cachesüchtigen gelten kann. So richtig viel zu Suchen und Finden gibt es dort nicht. Córdoba? Absolute Fehlanzeige. Ronda? Dito. Sehr erstaunlich. Trotzdem haben wir ein paar Schätze heben können und Spaß dabei gehabt. Cache Nummer Eins konnten wir auf unserem Konto verbuchen, ohne in der Luft gewesen zu sein.  Am Flughafen in Frankfurt, Gate 42, lässt man sich ablichten, loggt das Foto und schon ist man um einen Punkt reicher.

Was für ein Glück, dass wir vom Gate 40 losflogen, denn am Fraport kann man sich totlaufen. Als wir nach drei Stunden und weniger gutaussehendem, aber wohlschmeckendem Essen

in Málaga landeten, regnete es. Im Hotel “Monte Málaga” angekommen, warfen wir unser Gepäck ins Zimmer und nutzten die Zeit bis zum ersten Treffen mit der Reisegruppe, um das Picasso-Museum zu besuchen.

Der Maler Pablo Picasso wurde 1881 in Málaga geboren, 155 seiner Bilder kann man hier bestaunen. “Cage with Barn Owl” hat mir am besten gefallen. Im übrigen gibt es im Kellergeschoss eine erstaunliche Ausgrabung von Mauerresten ab dem 7. Jahrhundert vor Christus, die von der bewegten Geschichte Málagas zeugt.

Als wir das Museum verließen, kroch der Abend in die Stadt.

Vögel suchten eine Bleibe.

Ob sie die ganze Nacht auf dem Kran ausharrten? Leider war die Zeit zu kurz, um die Gegend um die  Kathedrale “La Manquita” zu erkunden,

die wegen Geldmangels nur einen Turm besitzt und im Volksmund deshalb die “kleine, einarmige Dame” genannt wird. Dazu würde am letzten Tag der Reise noch Gelegenheit sein.

Nachdem wir unsere netten Mitreisenden beim Abendbrot kennengelernt hatten, zogen wir uns in unser schönes Zimmer zurück,

zumindest ich schlief wie ein Stein und träumte von den Dingen, die uns in den nächsten Tagen erwarten.

By the way - it’s the destruction of the age of Acquario:

 

Die Schatzkarte:

#0097 – GC 0097 – RWY 42 – bingoo

Freitag hat der liebe Schwager das hinter sich gebracht, was ich noch vor mir habe – er wurde 50. Party war angesagt und wir mittendrin.  Da ich Uwe erst 19 Jahre kenne und auch erst seitdem weiß, dass er an besagtem Freitag Geburtstag hat,  fiel mir morgens noch ein, mal „eben“ ein paar Hanseaten nach dem wunderbaren Rezept von kaoskoch Sabine Homann Engel zu backen,

schließlich hat das Geburtstagskind den Wunsch, nach Hamburg zu fahren oder zu fliegen (was wir ja sowas von gut verstehen können). Natürlich bekam er nicht nur die leckeren Hanseaten, sondern auch noch einen eiskalten Hamburger, was bedeutete, dass ich nach Jahren mal wieder einen Fuß in eine Burgerbraterei gesetzt habe. Ich hoffe, Uwe weiß das zu schätzen.

Zudem hatte ich vor ein paar Tagen ein handgeschriebenes Kochbuch über Facebook bei BuchGourmet gekauft. Mrs. Wordmountain, eine Angestellte im Kochbuchladen, hatte mit Kollegen ein Mutzenrezept in “Lina F.s Küchengeheimnissen” entdeckt, aber mit der Übersetzung der Sütterlinschrift haperte es. Also habe ich auch noch schnell Freitagmorgen das Rezept mit Sauklaue auf ein Blatt Papier geworfen und mir vorgenommen, die Übersetzung beim BuchGourmet abzuliefern. Vielleicht. Falls Zeit bleibt. Und natürlich wird dann nichts gekauft. Auch nicht geguckt. Ich gebe das Mutzenrezept ab, spreche zwei, drei Sätze (falls Frau Wordmountain da ist, ansonsten sage ich nur einen Satz) und gehe wieder. Klar, oder?

Am Samstag fuhren wir also, leicht geschwächt von den Erlebnissen der Nacht zuvor, über Köln mit Hilfe des ÖPNVs nach Hause ins Hesseländsche und machten Station in der Domstadt. Datt leeve kölsche Mädsche nata hatte uns noch super-tolle Tipps gegeben, wo wir essen können und was sonst noch Interessantes zu begucken ist. Das hatten wir auch vor. Cachen, lecker essen, ein paar Kölsch trinken und nach Hause fahren. Soweit die Theorie.

Gut, also, wir kommen in Köln an, es ist 11.00 Uhr.

Das Wetter ist herrlich, frühlingshaft, lau und optimal, um ein paar nette Caches zu heben. Schnell das Köfferchen im Bahnhof eingeschlossen und ab zum „GC189W7 – Musical Dome Köln“, um den ersten von zwei Thoto-Caches zu heben. Dort haben wir uns dann den Wolf gesucht, was eigene Doofheit ist, wenn man sich das Spoilerfoto nicht anschaut. Irgendwann hat Norbert dann den richtigen Riecher gehabt und quasi während des Rückzugs nach Aufgabe das Ding doch noch klargemacht.

Ab ging es in Richtung Dom. Hier wartete Thoto-Cache Nr. 2, früher ein Letterbox-Hybrid aber jetzt Multi-Cache, „GC1BAYV – Der Dom zu Köln“ auf uns. Und der war so schön, dass wir uns total verpeilt haben mit der Zeit. Norbert kennt sich in Köln wirklich gut aus, aber dass man den Domherrenfriedhof besuchen kann

und dass es möglich ist, Reste der Stadtmauer in der Tiefgarage unter dem Dom zu begucken, das wußte sogar er nicht.

Im Dom fand während unseres Besuches ein Gottesdienst statt. Von fern hörte man schon leisen, wunderbaren Gesang, ich glaube es war Gregorianisches, die Weihrauchschwaden waberten, vier rotgekleidete Würdenträger walteten ihres Amtes und alles war so feierlich, dass sogar mir Heidenkind das Herz aufging.

Dionysos konnten wir bewundern

und  Eule haben wir auch gesehen

Wer Köln nicht kennt, aber auch wer Köln kennt, sollte unbedingt diesen schönen Dom-Cache machen.

Uns hat er viel Freude bereitet, vor allem Eule und das Schild zur Turmbesteigung

Als nächstes standen noch zwei Tore an. Hahnentor und Ehrentor sollten es sein. Am Hahnentor haben wir uns einen Fuchs gesucht und nichts gefunden. Das ist uns im letzten Jahr am Eigelstein auch so ergangen, da sind wir frühmorgens nochmal hin und fündig geworden. Wegen der hohen Muggeldichte, auch wegen des Wochenmarktes gleich gegenüber und wegen irgendwelcher Führungen, die im Basislager der Ehrengarde der Stadt Köln stattfanden, haben wir dann aufgegeben.

Auf zum „GC1X96P – Ehrentor“. Das existiert zwar nicht mehr, aber das ist auch nicht schlimm. HaegarDK & Schafis, der Owner (oder die Owner?) des Caches, nimmt einen jedesmal mit auf eine historische Reise, die unterhaltsam und lehrreich Anekdoten und Geschichten rund um die Cachestätten vermittelt. Auch werden oft Kölsche Originale vorgestellt, zum Beispiel der „Zebingemann“. Dieser hat früher ambulant Haushaltsgegenstände repariert und rief auf seinem Weg durch die Straßen „Hatt er jett ze binge?“, deshalb nannten ihn die Kölnerinnen „Zebingemann“.

Abgesehen von den immer wunderbaren Aufbereitungen der Cachebeschreibungen sind die Caches selber auch unterhaltsam und erfindungsreich. Fragt uns, wir haben ja schon zwei gefunden :-)

Cache „Ehrentor“ war komplett jeck, mutig, dreist und überraschend. Für uns jedenfalls ein Highlight, weil die Dose so unorthodox versteckt war und wir uns zunächst nicht vorstellen konnten, wie man an so einem muggeligen Ort überhaupt etwas verbergen und heben kann. Es geht tatsächlich. Aber Fotos gibt es keine, wegen der Spoilergefahr.

Während unserer Tour durch die Stadt habe ich mehrfach spitze Begeisterungsschreie ausgestoßen. Ich weiß jetzt, dass törtchen törtchen gleich gegenüber von Royal Cupcakes liegt und vor allem weiß ich, datt Frau Palms verstoppte Pief als Namenspatin für ein Lokal an der Palmstraße fungiert. Ja jiddet datt…

Mittlerweile war es schon ziemlich spät und 6 Pfund Schwarzbrot, für 30 Euro Käse, Hunger und Durst hatten sich an unsere Fersen geheftet. Aber da war doch noch was.

Rischtisch – BuchGourmet. Mantraartige Wiederholungen vor mich hinmurmelnd machten wir uns auf den Weg: „Ich kaufe nichts, ich kaufe nichts, ich schaue mir keine Kochbücher an, ich kaufe nichts….“ Im Laden angekommen, gab ich meine Übersetzung ab, wir lernten zwei sympathische Kochbuchspezialistinnen kennen, von denen ich eine, nämlich die oben erwähnte Frau Wordmountain, schon virtuell kannte, sprach die ersten drei von ganz vielen Sätzen und guckte doch mal in die Auslage – ganz unverbindlich, natürlich. Am Ende waren wir auch noch mit zwei großen Tüten voller Bücher bepackt; an Essen, Trinken oder sonstwas war nicht mehr zu denken. Wir wollten nur noch nach Hause. Jeder aß einen Berliner, Stück 50 Cent, wir warfen uns in den nächsten Zug nach Frankfurt, hechteten in die S-Bahn und schwupps, waren wir Daheim.

Das tat mir sehr leid, weil wir von nata so schöne Tipps bekommen hatten. Ich hätte vielleicht nicht nur sie nach den Genüssen der Gegenwart, sondern auch das DB-Orakel nach der Zukunft befragen sollen. Vielleicht kennt es sich nicht nur mit Baustellen, sondern auch mit Braustellen aus und hätte uns schon darauf vorbereitet, dass das mit Essen und Trinken nix wird.

Aber Picknick mit Wein, Käse und lecker Brot von Zimmermän, in deren Kellergewölbe sich übrigens die Fundamente des Ehrentores befinden,  war abends auf der gemütlichen Couch auch nicht zu verachten. Ach nee, Pänz, watt wor datt widder schön, do in Colonia!

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